Boulderwand

Im August 2026 haben wir mit den Kindern ein gemeinsames Bauprojekt gemacht:

Wir haben eine Boulderwand gebaut!

Boulderwand Boulderwand

Es ist nicht die erste Wand die ich gebaut habe. 2017 habe ich, kurz nach unserem Einzug, eine kleine Ecke im Keller zur Trainingswand ausgebaut. Damals wussten wir aber noch nichts von unserem Radon-Problem. Das hat diese Wand für uns leider unbrauchbar gemacht. Außerdem ist es im Keller im Nachhinein zu dunkel und zu feucht gewesen: Die Rückseiten der alten Kletterwand sind geschimmelt. Also musste sie weg.

So konnte ich von der alten Wand die Muttern, Schrauben und Griffe wiederverwenden. Nur das Holz musste neu beschafft werden.

So sah die alte Kletterwand im Keller aus:

Alte Kletterwand im Keller Alte Kletterwand im Keller

Die neue Kletterwand ist im Obergeschoss. 2,20 m breit und 2,80 m hoch.

An Material wurde folgendes gebraucht:

  • 8 Birke-Multiplex-Platten (Dicke 21 mm, Länge 110 cm, Breite 70 cm)
  • 3 Balken (Kiefernholz auf 2,82 m Länge geschnitten, 60 mm x 80 mm)
  • 480 Flanschmuttern M10 (da kommen die Schrauben für die Griffe dran)
  • 960 3,5 x 16 mm Spax Torx-Schrauben (damit werden die Flanschmuttern fixiert)
  • 18 10er Dübel und 18 6 x 130 mm Spax Torx-Schrauben (um die Balken an der Wand zu befestigen)
  • 64 6 x 70 mm Spax Torx-Schrauben um die Platten an den Balken zu befestigen
  • und die zu den Griffen passenden Schrauben. M10 Schrauben, teils mit Senkkopf, je nach Griff zwischen 40 und 90 mm lang.

Und folgende Werkzeuge:

  • Haifischsäge zum Zuschneiden der Balken
  • Akku-Bohrhammer mit 6er und 10er Steinbohrern um die Wand zu löchern
  • Akku-Bohrer um die Löcher in den Balken und den Platten zu bohren
  • Akku-Schrauber zum Festschrauben der Flanschmuttern, Platten und Balken
  • Multitool um Aussparungen für die Fußleisten aus den Balken zu schneiden
  • Ein bisschen Schleifpapier, weil die Balken sägerau waren
  • Ein Schonhammer um die Flanschmuttern rein zu hämmern
  • Zollstock, Wasserwaage und Bleistift zum Abmessen
  • 8er und 6er Inbus zum Festschrauben der Griffe

Die Platten habe ich diesmal schon mit einem Bohrraster bestellt. Bei der ersten Kletterwand habe ich alle Löcher selbst gebohrt, was sehr lange gedauert hat. Der kleine Aufpreis war es mir wert.

Das Lochraster ist 10 x 6. Also 60 Löcher pro Platte gleichmäßig verteilt, mit ein wenig Abstand an den seitlichen Rändern. Für M10 Muttern muss ein 12er Loch gebohrt werden.

Und so wurde es gemacht

Bevor die neuen Platten geliefert wurden habe ich die Balken (die auch noch von der alten Boulderwand übrig waren und in der Garage gelagert wurden) zugeschnitten. Sie waren 3 m lang und mussten auf 2,82 m gekürzt werden.

Außerdem mussten in die Balken Aussparungen für die Fußleisten geschnitten werden.

Balken sägen Balken sägen

Parallel dazu mussten aus den Platten der alten Kletterwand im Keller die Flanschmuttern abgeschraubt werden. Da haben die Jungs gut mitgeholfen.

Muttern entfernen Muttern entfernen

Als dann die neuen Platten da waren konnten die Flanschmuttern da rein gehämmert werden.

Muttern rein hämmern Muttern rein hämmern

Um das Festschrauben hat Tom sich zum Teil gekümmert.

Muttern festschrauben Muttern festschrauben

Danach konnten die Balken an die Wand gebracht werden. Dazu musste man erst mal genau ausmessen, Löcher vorbohren und Dübel rein.

Balken dran spaxen Balken dran spaxen

Nachdem die Balken dann dran waren, mussten nur noch nach und nach die Platten dran geschraubt werden. Auch hier wurde erst mal vorgebohrt.

Platten dran schrauben Platten dran schrauben

Und so sah es dann am Ende aus:

Platten dran schrauben fertig Platten dran schrauben fertig

Nach ein bisschen Nachfeilen und sauber machen konnten dann die ersten Routen geschraubt werden.

Die natürlich direkt getestet wurden.

Erste route Erste route

Am Ende haben wir rund 100 Griffe angeschraubt. Das reicht fürs Erste. Wir haben noch mehr als doppelt so viele von der alten Kletterwand übrig. So können wir, falls es langweilig wird, umschrauben.

Als besonderes Schmankerl habe ich oben noch eine Umlenkung dran geschraubt. Das ist bei einer Boulderwand mit 2,80 m Höhe zwar ein bisschen albern, aber so kann man auch Toprope-Klettern wie in der Halle üben. Also einbinden, sichern, ablassen usw.

Es wurde auch gleich ausprobiert:

Timo klettert gesichert Timo klettert gesichert

Auf jeden Fall hat der Bau mit den Kindern zusammen Spaß gemacht, und wir haben bestimmt noch lange Freude an unserer Kletterwand.

Eine etwas größere Fallschutz-Matte muss aber auch noch besorgt werden.